Ausbildung

"Ein Hund, der keine Möglichkeit erhält, etwas zu lernen, seine angeborenen Fähigkeiten auszuleben, der stumpft ab, verkümmert seelisch und ist eine bedauernswerte Kreatur."

Der Weiterstädter Hundeverein beschäftigt sich seit seiner Gründung im Jahr 1954 mit der Ausbildung von Hunden. Nach seinem Umzug auf das heutige Vereinsgelände in den 70er Jahren, hat sich in der Arbeit mit den Vierbeinern einiges getan. Lag in der Anfangszeit der Schwerpunkt auf der Ausbildung von Schutzhunden, so hat sich das Angebot für die Hundebesitzer in den neunziger Jahren erheblich erweitert.

So wird die soziale Verträglichkeit immer wichtiger. Die Zeiten der Bauernhunde, die frei und ohne Aufsicht durchs Dorf liefen ist schon lange vorbei. Heute wird ein Hund gebraucht, der sich Einflüssen von Außen gegenüber neutral verhält und weiterhin seinem Besitzer gehorcht. Er soll ein treuer, wohlerzogener Begleiter sein, kurz ein Begleithund eben. Um dieses Ziel zu erreichen ist es nötig und sinnvoll schon mit dem Welpen/Junghunden spielerisch anzufangen, kleine Übungen zu erlernen und sie auf die große weite Welt vorzubereiten. Dieses lernt man am besten im Kreise gleichgesinnter Hundeliebhaber mit gleichaltrigen Hunden. Wir bieten diese spielerische Erziehung in der Welpen/Junghunde-Stunde. Sie bildet die Grundlage für die spätere spezialisierte Ausbildung. Früher war die verbreitete Lehrmeinung, den Hund erst mit einem Jahr auszubilden. Das ist heute nicht mehr der Fall. Heute heißt es: "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr!".

Der Verein ist in der glücklichen Lage sowohl eine THS-, eine Obedience- wie auch eine aktive VPG-Gruppe zu besitzen.

Der Turnierhundesport (THS) verfolgt einen sportlichen Ansatz. Hier steht die körperliche Fitness von Hund und Besitzer im Vordergrund. So werden z.B. Slalom- und Hindernisparkure aufgebaut, die das Team Mensch-Hund so schnell wie möglich durchlaufen sollen. Für Hundebesitzer mit Ambitionen zum Joggen stehen 2000m und 5000m Strecken zur Verfügung. Die Gehorsamsausbildung kommt ebenfalls nicht zu kurz. Der Hundeführer lernt, wie er seinem Hund das "Bei Fuß gehen" mit und ohne Leine schnell und effektiv beibringt. Der Turnierhundesport bietet die Möglichkeit sich aktiv mit seinem Hund zu beschäftigen.

Obedience ist neu hinzugekommen und bietet den Interessierten die Möglichkeit intensiv mit dem Hund Übungen zu trainieren und diese in verschiedenen Qualifikationsstufen weiter zu verfeinern. Obedience ist eine Sportart, die für jeden Hund und für jeden Halter geeignet ist, solange Spaß an Gehorsamsübungen bestehen. Es ist völlig egal ob der Hund Taschenformat oder Containergröße hat, es werden keine athletischen Höchstleistungen verlangt 
In unserer Obediencegruppe sind Hunderassen quer durch den Garten vertreten, vom Zwergrauhaardackel bis zur Deutschen Dogge finden sich alle Größen, Rassen und Altersgruppen wieder, mit Haltern die sich diesem Sport verschrieben haben.

Die Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde (VPG) ist die älteste Ausbildungsform. Im Laufe der Zeit hat sich aus der ursprünglichen Ausbildungen zum Schutz- und Wachhund eine reine Sportausbildung herausgebildet. Für eine VPG-Prüfung muss der Hund und sein Hundeführer in drei Bereichen sein Können vorführen. Neben der Fährtenarbeit und des Gehorsams muss der Hund auch seine Ausbildung im Schutzdienst beweisen, ohne dabei seinen Gehorsam zu verlieren.

Weiterhin gehört zum VPG Bereich auch die Ausbildung zum Begleithund (BH). Diese Ausbildungsstufe berechtigt z.b. Darmstädter Hundebesitzer die Hundesteuer zu ersparen. Dies ist auch sinnvoll, da hier das Team Mensch-Hund auf Gehorsam auch in normalen Alltagssituationen geprüft wird. Wer diese Prüfung bestanden hat, hat bewiesen, das er fähig ist einen Hund auszubilden und zu führen.

So bleibt noch die Ausbildung zum Fährtenhund (FH) zu erwähnen. Hier lernt der Hund das selbständige Ausarbeiten einer Spur. Diese Spur wird von einem Fährtenleger in Feld, Wiese oder Wald gelegt und später vom Hund durch seinen überaus guten Geruchssinn abgesucht. Die Fährte ist für den Hund sehr anstrengend und erfordert die höchste Konzentration. Es gilt hier die unterschiedlichen Gerüche auszuarbeiten und die vom Fährtenleger ausgelegten Gegenstände wiederzufinden.

Und nicht zu vergessen, das ganze macht auch noch unheimlich viel Spaß...

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